Zwei neue Studien zur Kooperation im alpinen Tourismus
  • Resilience to climate change in a cross-scale tourism governance context: a combined quantitative-qualitative network analysis
  • Social Network Analysis and Qualitative Interviews for Assessing Geographic Characteristics of Tourism Business Networks

Resilience to climate change in a cross-scale tourism governance context: a combined quantitative-qualitative network analysis

Forschungsergebnisse einer internationalen Forschungsgruppe rund um Prof. Dr. Tobias Luthe (HTW Chur) und Dr. Romano Wyss (EPFL Lausanne) zeigen: Kooperationen von Gemeinden können die Innovations- und Adaptionsfähigkeit einer Region und einzelner Branchen als Ganzes stärken. Als Beispiel nennen die Forscher einen möglichen Zusammenschluss der Gemeinden Disentis, Sedrun und Andermatt zu einer Gotthard DMO (Destinations-Management Organisation). Im Rahmen von sozialen Netzwerkanalysen verglichen die Wissenschaftler die Innovations- und Adaptionsfähigkeiten der drei einzelnen Gemeinden mit jener der angedachten Organisation als Ganzer. Das Ergebnis: Ein Zusammenschluss der Gemeinden zu einer Gotthard DMO würde die sozialen Netzwerke diverser gestalten, da die Zahl und Art der kooperierenden Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft und öffentlichem Sektor in der Region bereits heute höher ist als in den einzelnen Gemeinden. Aus dem Zusammenschluss würde mehr Flexibilität resultieren, wodurch die Leistungsträger der Region sich leichter an Veränderungen anpassen könnten. Zudem würde das strukturelle Innovationspotential für die Entwicklung künftiger Geschäftsideen und Geschäftsmodelle gesteigert.

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Social Network Analysis and Qualitative Interviews for Assessing Geographic Characteristics of Tourism Business Networks

Bei genauerer Analyse der qualitativen Hintergründe haben die Wissenschafter in einer zweiten Studie überdies einen starken Zusammenhang zwischen der geographischen Distanz und der Abgrenzung der einzelnen (Gemeinde-) Netzwerke untereinander gefunden. Eine kleine Anzahl an Akteuren spielt dabei eine zentrale Rolle bei der Lenkung der Aktivitäten in den einzelnen Gemeinden und übt eine Brückenkopffunktion zur Verlinkung der Gemeinden aus, während eine (grosse) Anzahl an Akteuren in der Peripherie der Gemeindenetzwerke einen vergleichsweise geringen Einfluss ausüben. Die Resultate der qualitativen Untersuchung legen nahe, dass ein Grund dieser starken Polarisierung der untersuchten Netzwerke die geringe Internationalisierung und die (vergleichsweise) geringe Personalfluktuation in den Führungspositionen der untersuchten Unternehmen sein könnte.

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